Mit Freude alt werden!
Mit Freude alt werden!

Orale Medikamente

Für die Behandlung des Typ 2 Diabetes steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die als Tabletten eingenommen werden und somit nicht gespritzt werden müssen. Zusammen mit Maßnahmen zur Ernährungsumstellung und zur Erhöhung der körperlichen Aktivität wird meist schon früh nach der Diabetesdiagnose die Einnahme eines solchen oralen Antidiabetikums verordnet.

 

Ist die erreichte Blutzuckersenkung mit einem einzelnen Medikament nicht ausreichend, können auch mehrere Präparate in Kombination verschrieben werden.


  • Metformin gehört zu den sogenannten Biguaniden. Diese hemmen die Zuckerneuproduktion in der Leber. Auch wird angenommen, dass sie die Insulinwirkung in der Muskulatur verbessern. In der Regel wird die medikamentöse Therapie mit Metformin begonnen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Magendruck, Blähungen und Durchfall.
  • Sulfonylharnstoffe erhöhen die Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse. Das vermehrte Insulin bewirkt eine Senkung des Blutzuckers. Diese Medikamente können eine Unterzuckerung auslösen, wenn Mahlzeiten ausgelassen oder stark verschoben werden. Nebeneffekte können z. B. Gewichtszunahme und Verdauungsstörungen sein. Glibenclamid, Glimepirid, und Gliclazid sind Beispiele für Sulfonylharnstoffe.
  • Nateglinid und Repaglinid sind den Sulfonylharnstoffen ähnlich (Sulfonylharnstoff-Analoga), bewirken aber im Gegensatz zu diesen eine rasche und kurzzeitige Insulinfreisetzung. Die Sulfonylharnstoff-Analoga werden meist zu einer Mahlzeit eingenommen und verhindern so besonders überhöhte Blutzuckerspiegel nach dem Essen. Nach der Einnahme von Gliniden dürfen Mahlzeiten nicht weggelassen oder deutlich verschoben werden, um die Gefahr von Unterzuckerungen zu vermeiden. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie eine Gewichtszunahme können als häufigste Nebenwirkung vorkommen.
  • DPP-4-Hemmer verhindern den Abbau von Darmhormonen, wie dem Glucagon-like-Peptide-1 (GLP-1). GLP-1 unterstützt die Insulinfreisetzung der Bauchspeicheldrüse, bremst die Zuckerbildung in der Leber und fördert die Sättigung. Die gesteigerte Insulinausschüttung durch das GLP-1 ist abhängig von der Höhe des Blutzuckerspiegels. Sie hört auf, wenn der Blutzucker wieder normale Werte erreicht. Daher erhöhen DPP-4-Hemmer die Gefahr für Unterzuckerungen nicht und wirken neutral auf das Körpergewicht.
  • SGLT 2-Hemmer (Gliflozine) führen zu einer erhöhten Zuckerausscheidung über den Urin und wirken unabhängig vom Insulin. Sie können gut mit den anderen oralen Diabetesmedikamenten oder einer Insulintherapie kombiniert werden. Es besteht kein substanzeigenes erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen. Gliflozine können zu einer Gewichtsabnahme und einer leichten Blutdrucksenkung führen.
  • Die Wirkstoffe Acarbose und Miglitol hemmen im Dünndarm die Spaltung von Kohlenhydraten. Dadurch wird die Zuckeraufnahme im Darm verzögert und der Blutzucker steigt langsamer an. Häufige Nebenwirkungen sind Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen.
  • Pioglitazon verbessert die Insulinempfindlichkeit im Fettgewebe, der Muskulatur und in der Leber, so dass die Zellen Zucker besser verwerten können. Als Nebenwirkung können Gewichtszunahme und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe auftreten.

 

Führt die Behandlung mit oralen Diabetesmedikamenten –meist bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung – nicht zu einer zufriedenstellenden Stoffwechseleinstellung, kann zusätzlich zu den Tabletten auch eine GLP-1 basierte Therapie oder Insulin verordnet werden.

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft - www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de; Lilly Deutschland GmbH - www.lilly-diabetes.de

 

Bitte geben Sie Ihr persönliches Lilly-Passwort hier ein:


 
SSL-gesicherte Verbindung

Wenn Sie noch nicht bei Lilly registriert sind können Sie das jetzt tun. Die Anmeldung ist kostenlos und nimmt nur kurze Zeit in Anspruch. registrieren..
Warum registrieren? Meine Daten ändern

Wenn Sie einen Zugang von DocCheck® besitzen, geben Sie die Daten bitte hier ein:


SSL-gesicherte Verbindung

Für ein kostenloses DocCheck-Passwort klicken Sie hier!

DocCheck-Passwort vergessen? Klicken Sie hier!

* Nach dem Heilmittelwerbe­gesetz dürfen fachliche Angaben zu rezeptpflichtigen Produkten oder zu deren Anwendung vom Arzneimittel­hersteller nur Angehörigen medizinischer Fachkreise zugänglich gemacht werden.

Die Servicenummer der MediCuss GmbH:

 

03391 65 99 55

... rund um die Uhr erreichbar

Unsere Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

8:00 bis 16:00 Uhr

Wir freuen uns, bald von Ihnen zu hören!

Gesprächsgruppe Diabetes

Eine Gesprächsgruppe kann helfen, den Alltag gesundheitsbewusst zu gestalten und trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben zu führen. Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen lassen sich wertvolle Tipps weitergeben und gegenseitig Mut spenden. mehr

Gesprächsgruppe Demenz

Pflegende Angehörige benötigen vielfältige Informationen, emotionale Unterstützung und wirksame Hilfsangebote. Regelmäßig stattfindende Treffen von Angehörigen bieten dafür Gelegenheit. mehr

Betreuungsgruppen

Unsere Betreuungsgruppen unterstützen pflegende Angehörige, indem dort stundenweise die Betreuung des hilfs- und pflegebedürftigen Menschen außerhalb der Wohnung übernommen wird. Für den Erkrankten bedeutet dieses Angebot Abwechslung und soziale Kontakte. mehr

Aktuelle Flyer

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
MediCuss GmbH Pflege-& Serviceteam, Karl-Marx-Str. 90/91, 16816 Neuruppin © 2017